Vakuumwaschverfahren
Mit der Vakuumwäsche lassen sich wasserlösliche, bauschädliche Salze aus geeigneten mineralischen Baustoffen reduzieren. Über einen Waschkopf wird Wasser auf die Oberfläche aufgebracht und zusammen mit gelösten Bestandteilen wieder abgesaugt. Das begrenzt den Wassereintrag. Eine vollständige Entsalzung oder ein dauerhaft trockener Baustoff lässt sich damit jedoch nicht garantieren.
Wir behandeln die Flächen abschnittsweise und untersuchen das zurückgewonnene Waschwasser. Leitfähigkeitsmessungen und bei Bedarf Schnelltests auf einzelne Ionen helfen dabei, den Verlauf zu beurteilen. Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen unter anderem Wassermenge und Messbedingungen berücksichtigt werden. Die Leitfähigkeit allein zeigt weder die einzelnen Salzarten noch die verbleibende Salzbelastung im Baustoff. Dafür können repräsentative Materialproben und Laboranalysen nötig sein.
Vorteile: Der Wasserauftrag lässt sich kontrollieren und der Verlauf dokumentieren. Je nach Objekt ist das Verfahren auch an Wänden und Gewölben einsetzbar. Grenzen: Bei wasserempfindlichen, instabilen oder stark geschädigten Oberflächen muss die Eignung besonders sorgfältig geprüft werden. Tief sitzende Salze, eine ungünstige Porenstruktur oder eine fortbestehende Feuchte- und Salzquelle können den Erfolg begrenzen. Der Wasserhaushalt und mögliche Salzverlagerungen sind bei der Planung zu berücksichtigen. Musterflächen, bei Bedarf Laboranalysen und die Abstimmung mit der Denkmalpflege helfen bei der Entscheidung.
Trockeneisreinigung
Beim Trockeneisstrahlen treffen CO₂-Pellets mit Druckluft auf die Oberfläche und lösen geeignete Farb- und Beschichtungsschichten. Dafür werden weder flüssiges Wasser noch chemische Reinigungsmittel benötigt. Das Trockeneis geht in Gas über; abgelöste Rückstände müssen jedoch aufgefangen und entsorgt werden.
Vorteile: Es wird kein Wasser eingebracht, und das Strahlmittel hinterlässt keine festen Rückstände. Druck, Düse und Arbeitsabstand lassen sich auf die Aufgabe abstimmen. Grenzen: Empfindliche, mürbe, gefasste oder temperaturempfindliche Oberflächen können beschädigt werden. Bei feuchtem Material kann die starke Abkühlung Frostschäden verursachen. Gerade bei historischem Mauerwerk prüfen wir die Eignung an einer Musterfläche und bewerten das Ergebnis fachlich. Ist die Substanz gefährdet, kommt ein anderes Verfahren infrage. Abgelöste Partikel und möglicherweise schadstoffhaltige Beschichtungen müssen kontrolliert erfasst und fachgerecht entsorgt werden. In Innenräumen sind eine geeignete Lüftung, die Überwachung der CO₂-Konzentration und auf die Gefährdungsbeurteilung abgestimmte Schutzmaßnahmen zu planen.
Untersuchungen und Studien
Bevor eine Behandlung beginnt, untersuchen unsere Fachleute den Zustand und die Belastung des Bauwerks. Sie führen die erforderlichen Messungen durch und halten die Ergebnisse in Studien und Dokumentationen fest. So entsteht eine fundierte Grundlage für Reinigung und Instandsetzung.
Die Ergebnisse helfen Planern und Auftraggebern, geeignete Verfahren auszuwählen und Musterflächen zu beurteilen. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt vom Objekt und der jeweiligen Fragestellung ab.
Unsere Fachleute bringen ihre Erfahrung in die Untersuchung und Bewertung jedes Projekts ein.